Falafel - Frittierte Kichererbsenbällchen

21. Jan, 18:11 /
 


Vor ein paar Tagen traf ich mich mit einem sehr guten Freund, um auf seinen Geburtstag anzustoßen. Doch bevor wir die ausgewählte Lokalität betreten konnten, merkte ich plötzlich dieses Loch im Bauch, also musste zuvor noch etwas zu essen her. Etwas schnelles, was schwups aus der Hand im Mund landen konnte, so dass wir einen Abstecher zu einer Döneria machten. Diese bot, neben den typischen türkischen Pizzen und Döner, auch diverse Falafelsnacks an, so dass ich mich für ein geröstetes Pitabrot mit Falafel und Knoblauchsauce entschied. Und dieses hatte es mir so angetan, dass ich beschloss, selbst in der Falafelherstellung tätig zu werden.
Das wurde auch schon hier ausprobiert, dementsprechend voreingenommen war ich. Doch es sollte ganz anders kommen, sie wurden perfekt und schmeckten kaum unterschiedlich zu den Fertigfalafeln aus der Döneria.


Falafel

Zutaten für 4 Personen
  • 200 g getrocknete Kichererbsen
  • 1 Bund Petersilie
  • 3 Zweige Koriander
  • 1 rote Zwiebel, gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, gehackt
  • 1 Tl Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 Tl Koriander, gemahlen
  • 1 Tl Backpulver
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl zum Frittieren
Die fertigen Falafelbällchen


Zubereitung
  1. Kichererbsen abspülen, in einer Schüssel mit Wasser bedecken und einen Tag einweichen lassen.
  2. Am nächsten Tag die Erbsen abgießen, kalt abspülen und in der Küchenmaschine zerkleinern. Gehackte Kräuter und Zwiebel dazugeben und mit den Gewürzen und Backpulver pürieren. Salzen und pfeffern.
  3. Das Öl auf 175 °C erhitzen. Kichererbsenpüree zu kleinen Bällchen formen und im heißen Öl knusprig frittieren. Kurz abtropfen lassen und servieren.
Ein entscheidender Geschmacksträger, so haben wir beim Essen feststellen können, ist der Kreuzkümmel. Wir denken, dass er den Falafeln ihre bestimmte Note verleiht. Zum Glück hatten wir noch eine volle Tüte aus unseren unzähligen indischen Kochversuchen, zu denen wir den Kreuzkümmel extra in einem asiatischen Lebensmittelgeschäft gekauft hatten. Also, auf gar keinen Fall darauf verzichten!

Als Knoblauchsauce diente ein einfach gekauftes Zaziki aus dem Supermarkt.
Weiterhin aßen wir dazu im Ofen gebackene Auberginen und selbsgemachtes afrikanisches Pfannenbrot.

Auch wenn es sich beim diesem Brotrezept um ein afrikanisches handelt, erschien es uns sehr geeignet zu unserem orientalischen Essen.

Tajine - Brot

Zutaten für 4 Personen
  • 300 ml Wasser, lauwarm
  • 1 TL Salz, gehäuft
  • 1 Würfel Hefe, frische
  • ½ Tasse/n Öl (Olivenöl)
  • 400 g Mehl (ca. Angabe!)
Das Tajine-Brot  vor und bei dem Ausbacken in der Pfanne


Zubereitung
  1. Das Wasser und das Salz in eine große Schüssel geben. Die Hefe hineinbrocken
    (alternativ können auch 2 P. Trockenhefe verwendet werden. Dann dauert das
    Aufgehen aber länger!). Mit einem Pürierstab (wenn nicht vorhanden Handrührgerät)
    alles vermengen. Das Öl dazugeben. Das Mehl nach Bedarf hinzugeben. Die Konsistenz
    des Teiges sollte etwas weicher als bei Pizzateig sein. Der Teig darf nicht
    zu zäh und trocken sein, da er sonst nur träge aufgeht und nur schwer verarbeiten
    lässt.
  2. Den Teig zugedeckt allermindestens auf die doppelte Größe aufgehen lassen.
    Das dauert je nach verwendeter Hefeart und Teigkonsistenz unterschiedlich
    lange. Aus dem Teig kleine Kugeln, die ca. eine Hand füllen, formen, etwas
    flach drücken und auf ein bemehltes Tablett setzen und mit einem feuchten
    (nicht nassem!!!) Tuch bedeckt gehen lassen. Die Kugeln nicht zu dicht aneinander
    setzen, da sie noch ca. um 1/3 aufgehen! Anschließend die Teigbälle auf einem
    großen Teller mit einer Pfütze Olivenöl mit dem Handballen zu einem flachen
    Fladen ziehen (soll aussehen wie ein Eierkuchen). In einer gut vorgeheizten
    Teflon-Pfanne auf Stufe 2,5 ohne Öl von beiden Seiten goldbraun braten. Am
    besten warm servieren!


Das ist etwas für wahre Auberginenfans. Wenn sie noch leicht warm sind, schmecken
sie am besten. Nur mit dem Zimt sollte man äußerst vorsichtig umgehen. Denn
irgendwie stellt das Gehirn warmen Brabsch mit viel Zimt mit Bananen in Verbindung....

Baba Ganoush

Zutaten für 4 Personen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6 El Olivenöl
  • 4-5 mittelgroße Auberginen
  • 2 El Zitronensaft
  • 1-2 El gehackter Petersilie
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 rote Chilischote, entkernt und gehackt
  • Zimtpulver
  • Prise Zucker
Baba Ganoush - Aubergine aus dem Ofen und beim Auskratzen


Zubereitung
  1. Den Knoblauch hacken und mit 3 El Olivenöl pürieren. Die Auberginen längs halbieren, das Fruchtfleisch mit der Messerspitze kreuz und quer einschneiden und mit dem Knoblauchöl einstreichen.
  2. Auf einem Blech im heißen Ofen mit der Schnittfläche nach oben bei 200 °C (Umluft 190 °C Gas 4) ca. 20 Minuten backen.
  3. Das Auberginenfleisch mit einem Löffel aus der Haut kratzen und fein hacken. Mit Zitronensaft, gehackter Petersilie, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, der gehackten Chilischote, etwas Zimtpulver, einer Prise Zucker und restlichem Olivenöl mischen.

Falafel, Tajine Brot und Baba Ganoush