Tortenklassiker als Dessert - Bienenstich aus dem Glas

12. Jun, 10:36 / 10 Kommentare
 


"Berühmte Torten-Originale mal ganz originell, als Ansichtssachen im Glas serviert. Der Vorteil dieses Kleinformats: Sie haben großartige Desserts, die perfekt portioniert sind."

So viel zum Einleitungstext einer Zeitschrift. Und hier zu unserer Umsetzung:
Bienenstich aus dem Glas.

Wir fanden, dass Boden und Füllung etwas an Süße gefehlt hatten. Das nächste mal würden in den Teig noch etwas mehr Zucker geben und bei der Füllung den Puderzucker mit Kristallzucker ergänzen. DIe Mandelblätter, die mit Orangensaft fein abgeschmeckt wurden, waren jedoch toll! Noch nicht ganz abgekühlt glichen sie Kaubonbons, als vollendete Blätter waren sie eine hübsche und überaus delikate Dessertdekoration. Im halbwarmen Zustand kann man sie beliebig formen. Wir haben manche über den Stiel eines Kochlöffels gewunden, so dass hohe Spiralen entstanden.
Eine weitere kleine Änderung, die wir ebenfalls vornehmen würde, wäre die Oberfläche der ausgetochenen Teigkreise abzuschneiden. So können sie besser den Likör aufnehmen, den man bei uns fast gar nicht rausgeschmeckt hat, da er über die glatte gebackene Oberfläche herunterlief.

Hier das Originalrezept:

Tortenklassiker als Dessert - Bienenstich aus dem Glas

Für 6-8 Gläser
Für den Hefeteig
  • 20 g Hefe
  • 50 ml lauwarme Milch
  • 310 g Mehl
  • 50 g Zucker
  • Salz
  • 2 Eier und 2 Eigelb
  • 60 g weiche Butter
Für die Füllung
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Pck. Vanille-Puddingpulver
  • 500 ml Milch
  • 75 g Puderzucker
  • 150 g Sahne
Für die Mandelblätter
  • 125 g Zucker
  • Saft von 1 Orange
  • 50 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 60 g gehackte Mandeln
  • 75 ml Mandellikör zum Beträufeln


Tortenklassiker als Dessert - Bienenstich aus dem Glas


Zubereitung
  1. Hefe in die lauwarme Milch bröckeln und darin auflösen. 50 g Mehl und die Hälfte des Zuckers zufügen und zu einem Vorteig verrühren. Diesen zugedeckt an einem warmen Ort etwa 30 Minuten aufgehen lassen. Vorteig mit 250 g Mehl, übrigem Zucker sowie 1 Prise Salz, Eiern, Eigelben und 50 g weicher Butter zu einem glatten Teig verkneten. Diesen weiderum zugedeckt zur doppleten Größe aufgehen lassen.
  2. Für die Füllung Mark der Vanilleschote herauskratzen. Pudding nach Packungsangabe mit Milch, Puderzucker und Vanillemark zubereiten. Vanilleschote mitkochen lassen und nach dem Kochen entfernen. Creme abkühlen lassen. Sahne steif schlagen und unter die Creme heben.
  3. Ofen auf 180 Grad vorheizen. Hefeteig auf einer mit übrigem Mehl bestäubten Arbeitsfläche (oder direkt auf Backpapier) etwa 2 cm dick ausrollen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Im Ofen 30 Minuten backen (bei uns war er bereits nach 20 Minuten fertig). Anschließend auf ein Kuchengitter stürzen und abkühlen lassen.
  4. In der Zwischenzeit für die Mandelblätter Zucker mit Orangensaft und Butter mischen und so lange kochen, bis das Ganze leicht sirupartig wird. Mehl und gehackte Mandeln einrühren und die Masse abkühlen lassen. Ofen auf 200 Grad heizen.
  5. Mit angefeuchteten Händen aus der Krokantmasse 10 kleine Kugeln formen und auf einem mit Backpapier belegten Blech flach drücken. Im heißen Ofen backen, bis die Plätzchen goldbraun geworden sind. Abkühlen lassen.
  6. Aus dem Hefeteigboden Kreise in Größe der Gläser ausstechen. Teigkreise mit etwas Likör beträufeln und abwechselnd mit der Vanillecreme in die Gläser füllen. Abschließend auf jedes Glas je 1 Mandelkrokant geben.
Nielsson - 12. Jun, 22:51

Super

Vor allem die Mandelplätzchen werde ich mal versuche nachzukochen. :-)

Wie kommt denn eigenticht der Bienenstich wieder aus dem Glas raus und in den Mund rein??

Bolli (anonym) - 13. Jun, 10:38

Gefällt mir gut! Besonders die Mandelkrokant, werd ich nachmachen!

Und, zum Kommentar vorher, ganz einfach, mit dem Löffel!!!

Nielsson - 13. Jun, 12:28

Ist das dann wie beim Essen von Hand mit dem Mund: Ein Großteil der Füllung landet nicht dort, wo sie hingehört (im Magen)? :-)
Weil das Hauptproblem beim Essen vom Bienenstich ist ja, dass die Creme viel weicher als der Teig ist.
venure (anonym) - 13. Jun, 10:39

^^

das sieht wirklich lecker aus, ich hab mir das rezept gleich mal gespeichert.
vlt. kann man den likör auch ohne die vollkommene zerstörung der teigoberfläche besser hinzufügen (sie sieht doch so schön aus), indem man löcher in den teig sticht. dann sollte der likör eigentlich vom teig gut aufgenommen werden können.

Petra (anonym) - 13. Jun, 13:31

Euer Dessert sieht sogar besser aus, als das Bild in der Familie&Ich Kreative Küche 6/2007! Gratulation!
Aber warum gebt ihr eigentlich die Quelle nicht an?
Grüße

KquSpk - 13. Jun, 14:29

Der Teig wird ja mit Amaretto getränkt, deswegen ist er relativ weich und kann gut zusammen mit der Creme mittels Kuchengabel gegessen werden. Doch sollte man vorher die oberste gebackene Schicht des Teiges abschneiden, damit die Flüssigkeit überhaupt zum weichen Kern gelangen kann. Bei uns ist nämlich der Amaretto an der Schicht abgeprallt und seitwärts runter gelaufen.

Dass wir die Quelle nicht angegeben haben, war keine bewusste Entscheidung. Natürlich wächst sowas (vorerst) nicht auf unserem Mist...
Franz (anonym) - 16. Jun, 09:26

Schon wieder

ein Rezept, das ich unbedingt nachbacken muss ... - sieht dazu noch toll aus. Und wenn der Teig wirklich locker, leicht und frisch ist, gibt's auch beim Auslöffeln kein Malheur mit der Creme darunter.

http://www.einfachkoestlich.com

Zorra - 16. Jun, 18:51

Wow, das sieht supertoll aus!

Barbara-Spielwiese - 17. Jun, 18:20

Wunderschön! Das sieht sehr lecker aus und ist toll fotografiert! Eine gute Idee, normalen Bienenstich habe ich nämlich noch nie gemacht, die Idee mit dem Glas ist toll. Danke auch für die Tipps, was man am Original-Rezept noch besser machen könnte.

Liz (anonym) - 26. Jun, 09:22

Interessante Variation eines .....

Themas, das sich auch mit anderen Zutaten leicht umsetzen lässt, wie zB der Verwendung von ganzen oder zerhackten Biskuits, Löffelbiskuits, Amarettini, Cantuccini u.v.a.m.

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/480709/display/8049734

Die Idee mit Hefeteig wäre mir bislang allerdings nicht gekommen.
Bei Verwendung von kleinen Einmachgläsern mit Schraubdeckel lassen sich derartige Kuchen "im Glas" sogar für Picknick und Transport im Picknickkorb oder der Kühlbox verwenden.

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