Thailändische Auberginen - Grünes Hähnchencurry

26. Jul, 18:12 /
 


Aller Experimentierfreude zu liebe, hier sind wir ziemlich auf die Nase gefallen.

Diese kleinen, runden, erbsenähnliche Bällchen sollen Auberginen sein? Für unser geplantes grünes Curry eigentlich genau das richtige. Wir fragten die Inhaberin sogar noch wie man die Erbsen-Auberginen traditionell in Thailand zubereite - gar nicht, so war die Antwort. Man genieße sie roh einfach mit etwas Fischsauce.
Der Test zu Hause, ohne Fischsauce, enttäuschte. Uns erschienen sie dann doch etwas zu roh und so wanderten sie, getrieben von europäischer Naivität, gleich in unser Curry. Hier schrumpelte zugleich ihre Schale, nun mussten sie ja gar sein. Doch der Geschmack erinnerte an eine bittere, giftige Vogelbeere.
Schade, dabei wirkten sie so vielversprechend.



Thailändische Auberginen



Familie:


Die Thai-Aubergine gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). In Thailand gibt es verschiedene Auberginensorten, von denen keine der westlichen Aubergine gleicht. Kleine runde Sorten gibt es, ebenso lange, dünne und ihre Farbe reicht von Purpurrot über Gelb bis Weiß, manche sind sogar gestreift. Die Sorte makkena yao (wörtlich: lange Aubergine) ist den Auberginen in Europa am ähnlichsten. Eine andere Sorte, makkena khun, ist rund und hart und hat knackiges Fleisch, aber wenig Geschmack. Sie wird roh als Beilage für pikantes Hackfleisch und einige Currys verwendet.
Die Erbsenaubergine sieht wie eine große grüne Erbse aus, hat aber einen typisch bitteren Geschmack. Sie wird für Currys verwendet.
Quelle: Kurt Kahrs: Thai Cooking

Verbreitung & Standort:


Die Thai-Aubergine ist im gemäßigten und tropischen Asien verbreitet aber fast überall eingeführt und als Gemüse kultiviert. Ihr natürlicher Standort sind sandige Flussufer.

Verwendung in der Küche:


In der thailändischen Küche wird die Thai-Aubergine häufig bei der Zubereitung von grünem oder rotem Curry verwendet.
Quelle: Wikipedia

Der Vergleich mit den Thaiauberginen auf Wikipedia legt Nahe, dass es sich bei unseren Auberginen entweder um eine Abart der Thaiaubergine handelt, oder die Beschriftung in unserem Asialaden ein weiteres Mal getäuscht hat.
Unser grünes Curry haben wir letztendlich dann ohne die kleinen, grünen Kugel zubereitet - was auch besser so war. Denn ohne die Thaiauberginen schmeckte das Curry richtig gut.


Grünes Hähnchencurry

Zutaten für 2 Personen
  • 1 EL Erdnussöl
  • 2 EL grüne Thaicurry-Paste
  • 4 Hühnerbrustfilets
  • 1/4 l Hühnerbrühe
  • 1/4 l Kokoscreme
  • 4 Kaffirlimettenblätter, grob gehackt
  • 15g Korianderblätter


Zubereitung
  1. Eine große Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen, die Currypaste und das Erdnussöl dazugeben und unter Rühren 2 Minuten anbraten.
  2. Die Hühnerbrüstchen hinzufügen und auf jeder Seite 1 Minute anbraten.
  3. Brühe, Kokoscreme und Limettenblätter dazugeben und 15 Minuten köcheln lassen, bis das Hühnchen durchgegart ist.
  4. Das Huhn mit der Sauce beträufeln, mit Korianderblättern bestreuen und mit Jasminreis servieren.