Kreolisches Curry mit Süßkartoffeln, Kochbananen und Sesam-Kokos-Hackbällchen

14. Feb, 20:23 /
 


Für den derzeitigen Blogevent Curry gibt es schon eine Vielzahl raffinierte und schmackhafte Kreationen. Die meisten sehr asiatisch inspiriert.

Wir dagegen möchten eine andere Seite der Currygerichte aufzeigen, nämlich in kreolischer Version, wobei auch hier Elemente der asiatischen Küche zu finden sind.

"Die kreolische Küche findet man nicht nur in den Südstaaten der USA sondern auch auf den karibischen Inseln und ist eine Fusion aus Einflüssen der westindisch-karibischen, französischen, englischen, spanischen, afrikanischen und asiatischen Küche. Alleine durch die weite geographische Verbreitung lässt sich leicht nachvollziehen, dass es "die" kreolische Küche eigentlich nicht gibt. Die kreolische Küche ist sehr abwechslungsreich und verwendet je nach den kulinarischen Gegebenheiten eine Unzahl verschiedener Zutaten.
Zu den Grundzutaten gehören vor allem Fische und Schalentiere, Gemüseparika, Zwiebeln und Bleichsellerie, Chilies, Mais, Papayas, Guaven, Ananas, Maniok, Süßkartoffeln, Kichererbsen, Okraschoten, Kohl, Zuckerrohr, Orangen, Bananen, Rum und Stockfisch. Gewürzt wird in der kreolischen Küche meist raffiniert und scharf mit Muskatnuss, Ingwer, Piment, Koriander, Curry, Tamarinde und Zitronengras und natürlich mit Chilies, Tabasco und Chayenne Pfeffer. "

Unser Curry war unbeschreiblich fruchtig, u.a. durch die Apfelstücke und das Mango-Chutney, aber auch die Süßkartoffeln trugen zu einer raffinierten Süße bei. In dieser Version werden Kochbananen nicht frittiert, wie wir es bisher gekannt haben, sondern mit den Süßkartoffeln in Wasser gekocht. Von einer Unterhaltung auf einem Markt wissen wir, dass es wohl unterschiedliche Reifegrade der Kochbanane gibt, die sich jeweils besser zum kochen oder zum frittieren eignen. Leider hatten wir in unserem Asia-Laden nur eine Form der Kochbanane erhalten und vielleicht lag es daran, dass sie uns in gekochter Form nicht ganz so überzeugten.

Trotzdem war das Curry tadellos und zusammen mit den Kokos-Sesam-Hackbällchen ein wirkliches Highlight auf unserem Esstisch. Die Bällchen werden in Sesam und Kokosflocken gewälzt und Spülkönig konnte sich ein "das knuspert-knirscht so schön" nicht unterdrücken. :)

Ungewöhnlich für uns war die Zugabe von Tomaten und Kokoscreme, aber das passt und wers nicht glaubt, selber ausprobieren! :)



Kreolisches Curry

Zutaten für 3 Personen
  • 4 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Paprika
  • 2 EL Öl
  • 3 EL Curry
  • 2 TL Zimt
  • 2 TL frischen gehackten Ingwer
  • 2 gestrichene EL Chutney (z.B. Mango-Chutney)
  • 4 Tomaten
  • 1/2 Apfel
  • 150 ml Milch
  • 150 ml Wasser
  • 1 TL Kokoscreme (die feste)
  • 2 Kochbananen
  • 2 Süßkartoffeln
  • 200 g Hackfleisch
  • 40 g Kokosraspel
  • 10 g Sesam
  • 1 Ei
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • Basmatireis als Beilage


Kreolisches Curry mit Süßkartoffeln, Kochbananen und Sesam-Kokos-Hackbällchen

Zubereitung
  1. Zwiebeln und Knoblauch schälen und in Würfel schneiden. Paprika, Tomaten und den halben Apfel waschen, ebenfalls klein schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel und Knoblauchstücke darin anbraten, Paprika, Tomaten, Gewürze, Chutney und Apfelstücke dazugeben und einige Minuten unter Rühren anbraten. Milch und Wasser unterrühren und bei geschlossenen Deckel 45 Minuten köcheln lassen. Kokoscreme dazugeben und bis zur gewünschten Konsistenz weiter köcheln lassen.
  2. Derweilen Süßkartoffeln und Kochbanen schälen und in Stücke scheiden. 20 Minuten kochen lassen.
  3. Frühlingszwiebeln klein schneiden und mit dem Hackfleisch, dem Ei und 30 g Kokosraspeln vermischen. KLeine Bällchen formen, restliche Flocken und Sesam vermischen und die Bällchen darin wälzen. In heißem Öl braten.
  4. Zum Anrichten Curry auf die Teller geben, Süßkartoffeln und Kochbananen darauf geben und die Hackbällchen und Basmatireis dazu reichen.
  5. Am nächsten Tag hat die kitchenqueen die Reste mit grünen Nudeln gegessen und geriebenen frischen Ziegenkäse darüber gestreut. Das mit den Nudeln hat sie schon mal in einem kreolischen Restaurant gesehen, der Ziegenkäse war ihre Eingebung, aber es hat sehr gut gepasst!