Pimp my Bolognese!

11. Mrz, 00:30 / 6 Kommentare
 


Wir hatten Hunger auf Bolognese. Und wir stellten uns vor, dass ein paar Auberginenstücke sich sehr gut in der Hackfleischsauce machen würden. Und schwarze Oliven. Und da die Aromen der indischen Gewürzvielfalt immer wieder aufs Neue herrlich zu erfahren sind, durften diese auch nicht fehlen. Ein indisches Rezept hätte wahrscheinlich Joghurt zum Verfeinern vorgesehen. Wir nahmen Ricotta zum Abrunden und einen Käse griechischer Herkunft aus Schafs- und Ziegenmilch fürs Darüber, der unheimlich fein war. Nicht dieses harte abgepackte Zeugs aus dem Discounter (ja, gut, sowas kaufen wir manchmal auch :-) ).

Um das Cross-over perfekt zu machen, gabs Gnocchi dazu. Andere Pasta oder Reis hätten aber auch gepasst. Eigentich wollten wir noch etwas Mohn darüber streuen, das hatten wir im Durcheinander letztendlich leider vergessen. Zum Glück sind noch Reste da, so dass das Mohnexperiment glücklicherweise nur verschoben ist. Dieses Essen war genau das, wonach sich Leib und Seele gesehnt hatte. Bolognese global!

Pimp up my Bolognese!

Pimp my Bolognese!


Für 3-4 Personen
  • 1 Aubergine
  • 250 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 Möhre
  • 425 ml Dosentomaten
  • 2 TL Garam Masala
  • 2 TL Cumin
  • 1 Zimtstange
  • 2 EL schwarze Oliven
  • 2 EL Ricotta
  • 200 g Käse auf Schafs- und Ziegenmilch
  • 2 TL Mohn
  • Pasta, Reis, Kartoffeln oder Brot


Zubereitung
  1. Die Aubergine waschen und in Stücke schneiden. In eine Schüssel legen und großzügig mit Salz bestreuen. 15-20 Minuten ziehen lassen.
  2. Zwiebel und Knoblauchzehe schälen und würfeln. Möhre waschen und ebenfalls würfeln. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und alles darin anbraten. Hackfleisch hinzufügen und krümelig braten. Salzen und Pfeffern. Auberginen dazugeben und 5 Minuten unter Rühren dünsten. Zuletzt Dosentomaten unterrühren, Gewürze dazu geben. Bei geschlossenem Deckel 15-20 Minuten köcheln lassen, bis ein feines Ragout entstanden ist.
  3. Pfanne vom Herd nehmen und Oliven und Ricotta unterrühren. Mit der Beilage anrichten und über jede Portion Schafskäse und Mohn streuen.


Dorothea (Gast) - 15. Mrz, 12:16

Wenn ich das mal so sagen darf, dann glaube ich nicht, dass dies hier noch sehr viel mit Bolognese zu tun hat. Das Experiment ist echt nicht schlecht und das Essen sieht auch sehr lecker aus. Ich mache solche Sachen gerne, wenn ich im Kühlschrank noch ein paar Reste vom Vortag habe die ich für ein normales Gericht nicht mehr verwenden kann. Die mache ich dann zusammen und es schmeckt meistens auch recht lecker. Manchmal geht es aber auch daneben. Ist dir auch schon mal was nicht gelungen?

KquSpk - 15. Mrz, 14:09

Ja du hast vollkommen Recht, das hat nichts mehr mit Bolognese zu tun. Daher rührt ja auch nur der Ursprungsgedanke. Klar kennen wir das, das nicht alle Eigenexperimente gelingen. Aber hey, no risk no fun! :-)
Julia (Gast) - 15. Mrz, 17:58

Bolognese

Schreibt doch dann mal, wie es mit dem Mohn geschmeckt hat! Ich kann leider die meisten indischen Gewürze derzeit nicht mal riechen, aber falls ich mal wieder Lust darauf habe, behalte ich diese Idee auf jeden Fall mal im Hinterkopf!
Habt Ihr das "perfekte Bolognese-Rezept" in der aktuellen Brigitte gesehen und vielleicht auch schon ausprobiert? Wir werden das auf jeden Fall mal machen - obwohl es uns schwerfallen wird, uns ans Rezept zu halten:-) Bolognese ist einfach Essen für die Seele - v.a. beim diesem Wetter...

KquSpk - 16. Mrz, 01:00

Wie vorgestellt, war das Gericht mit Mohn super. Wir haben die Reste mit einer frisch gekochten Tomatensauce verrührt und noch eine Brokkoli-Bechamel zubereitet, die aus den bereits verbloggten Brokkolicannelloni stammt, unter welche wir aber noch Ricotta gemischt haben. Dann per Schichtprinzip zu einer Lasagne getürmt und die Tomatensaucenschicht mit Mohn betstreut. Als letzte Schicht zuerst die rote Sauce, darüber dann die grüne Bechamel unregelmäßig verteilt, weißer Büffelmozzarella und schwarze Mohnkörner drauf. Für Augen und Gaumen ein Gedicht!

Der gute griechische Schafskäse passt ja sowieso fast mmer ;-) Kleiner Tipp; falls ihr Zugang zum Großhandel habt, ruhig eine 2-Kilo-Packung erwerben, Käse in Stücke schneiden und in abgekochten Salzwasser mit einer deckenden Pflanzenölschicht im Kühlschrank lagern, hält, wenn es kalt genug ist einige Monate. So muss niemand mehr zum Discounter rennen ;-)

tobias kocht! (Gast) - 20. Mrz, 08:56

Bolognese

Bolognese ist es wahrlich keine, da muss ich Dorothea recht geben. Der Name des Rezeptes ist allerdings super :-)